Blutdruckmessgerät Test

Der Blutdruckmessgerät Test stellt beliebte, bewährte und von unabhängigen Instituten als empfehlenswert deklarierte Blutdruckmessgeräte vor. Dabei dient der Blutdruckmessgerät Test in erster Linie als Information für Verbraucher.
Er bietet tabellarisch und übersichtlich wertvolle Hinweise, einen Überblick über im Handel erhältliche Produkte und einen detaillierten Blutdruckmessgerät Vergleich. Wertvolle Informationen zum Blutdruckmessgerät, der sicheren Messung des Blutdrucks und besondere Anwendungshinweise runden schließlich das Angebot ab.

Blutdruckmessgerät – Test und Vergleich

Ein unabhängiger Blutdruckmessgerät Test der Stiftung Warentest wurde beispielsweise zuletzt im Jahr 2010 durchgeführt, und davor bereits mehrmals durch das Institut wiederholt. Genauer gesagt wurde unserer Kenntnis nach in den Jahren 2001, 2006, 2007 und 2010 das Blutdruckmessgerät im Test unter die Lupe genommen.

Auch die  Deutsche Hochdruckliga zeichnet dankenswerterweise jährlich hervorragende Messgeräte mit einem Prüfsiegel aus.

Schnell wird dabei deutlich, dass nicht jedes im Handel verfügbare Blutdruckmessgerät die Testkriterien erfüllt. Insbesondere Messungenauigkeiten werden hier argwöhnisch zur Kenntnis genommen. Um so mehr sind derartige Testurteile und Bewertungen, Empfehlungen und Kritiken nicht nur für Betroffene ein wertvolles Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Blutdruckmessgerätes, welches die persönlichen Anforderungen zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis bestmöglich erfüllt.

Wie wichtig ein solcher Blutdruckmessgerät Test ist, zeigt das große Interesse und der Bedarf, den nicht nur Betroffene an ein entsprechendes Modell stellen. Häufig bietet erst ein gutes Messgerät die objektive Beurteilung des bestehenden Blutdrucks.
Ein Blutdruckmessgerät hilft hier frühzeitig möglichen Bluthochdruck zu erkennen, der langfristig das Herz-Kreislauf- und Organsystem des Körpers schädigen kann. Insbesondere die Testsieger, die sich im ein oder anderen Blutdruckmessgerät Test behaupten konnten, eignen sich besonders gut dazu, Werte zu erheben oder auch die medikamentöse Blutdruckeinstellung zu überwachen. Der Erfolg jeglicher Bemühungen wird Ihnen im Idealfall das Blutdruckmessgerät anhand fixer Werte bestätigen.

Grundsätzlich muss im Blutdruckmessgerät Test auf Oberarmgeräte, und solche, die den Blutdruck am Handgelenk bestimmen, eingegangen werden. Ebenso gilt es in einem solchen Blutdruckmessgerät Vergleich auf analoge und digitale Geräte hinzuweisen. Erstere bestehen aus einem Schlauch, der eine Manschette mit dem Manometer verbindet. Häufig wird dabei der Blutdruck mit einem Stethoskop überwacht. Ein digitales Blutdruckmessgerät hingegen besteht aus einem einzigen Element, was eine vollautomatische Messung, häufig in Sekundenschnelle, anbietet.

Dabei schließt der vorliegende Blutdruckmessgerät Test die Produkte vieler Hersteller mit ein, und stellt in überschaubaren Tabellen die Erkenntnisse diverser Vergleiche und Beurteilungen zusammenfassend vor.

Blutdruckmessgeräte

Wer auf seinen Blutdruck achten muss – oder möchte -, für denjenigen lohnt es sich meist, gleich ein Blutdruckmessgerät Zuhause zu haben. So kann man jederzeit selbst überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Der Blutdruckmessgerät Test soll Sie bei der Wahl eines geeigneten digitalen Produktes unterstützen.
Ein Blutdruckmessgerät misst den arteriellen Druck äußerlich am Handgelenk oder am Oberarm, traditionell mit einer Manschette und einem separaten Druckmesser. Mit Hilfe eines Stethoskopes kann so der obere und der untere Wert ermittelt werden. Natürlich gibt es mittlerweile auch digitale Blutdruckmessgeräte, welche einem die Messung zuhause erleichtern und im Blutdruckmessgeräte Test vorgestellt werden sollen. Denn man wird kaum in der Lage sein am eigenen Arm mit Manschette und Druckmesser den Wert zu ermitteln.
Automatische Blutdruckmessgeräte werden an der Innenseite des Handgelenks mit Hilfe der Manschette befestigt. Das Pumpen und Ablesen, welches zuvor manuell erledigt werden musste, erfolg nun automatisch. Hat das Gerät beide Werte ermittelt, so werden diese im Display angezeigt. Mittlerweile gibt es auch Blutdruckmessgeräte mit Digitalanzeige, welche am Oberarm befestigt werden können.
Das Blutdruckmessgerät dient damit der vollautomatischen Selbstmessung des Blutdrucks. Ein hochwertiges Blutdruckmessgerät ermöglicht es so, in wenigen Augenblicken aussagekräftige und valide Messwerte ihres systolischen und diastolischen Blutdrucks und teilweise anderer Parameter (wie der Herzfrquenz) zu ermitteln. Damit ist das Blutdruckmessgerät jederzeit einsetzbar und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oder zur Überwachung von Therapieverläufen, etabliert und weit verbreitet.

Verschiedene Blutdruckmessgeräte im Test

Mit der heutigen Zeit werden gerade Elektrogeräte zunehmend moderner. Diese Entwicklung macht auch vor den Blutdruckmessgeräten nicht Halt. Wer eines kaufen möchte, weiß zunächst häufig nicht, was er tun soll. So gibt es mittlerweile für das iPhone sogar Blutdruckmessgeräte-Apps, welche per Dockingstation und extra gelieferter Manschette funktionieren. Die App liefert die Daten direkt auf das Handy, zusätzlich kann noch eine Herzrhythmusstörung festgestellt werden. Der Vorteil: Alle Werte können auch per Email versandt werden, beispielsweise an den Arzt. Laut Tests misst es außerdem ähnlich genau wie „gewöhnliche“ Blutdruckmessgeräte, welche der Arzt verwendet. Der Nachteil hierbei ist: Für ältere Personen wäre das Herunterladen und Verwenden einer App auf dem iPhone mit Sicherheit nicht ganz so leicht – und erst nicht nicht ganz billig. Hier bietet der Blutdruckmessgerät Test Abhilfe.

Das Blutdruckmessgerät wird grundsätzlich entweder am Oberarm oder am Handgelenk angelegt. Dies ist abhängig vom gewählten Modell, in jedem Fall aber sehr praktisch.  Vor allem in den letzten Jahren hat sich dabei vor allem der kompakte Aufbau und die Zuverlässigkeit weiter verbessert. Als praktischer Einteiler sind diese schließlich heute universell einsetzbar und leicht zu bedienen. Die Messung am Oberarm wird gelegentlich als etwas sicherer und genauer betrachtet, und ist insbesondere bei einer schlechten Gefäßdurchblutung zu empfehlen. Bei beiden Produkten wird eine Manschette, die mittels Haken oder Klettverschluss geschlossen wird, um Arm beziehungsweise Handgelenk gelegt. Auf Knopfdruck startet das Blutdruck Messgerät mit der Messung und gibt die Zahlenwerte für den oberen und unteren Blutdruck in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) an.

Das „Microlife Aponorm“ ist eines der digitalen Blutdruckmessgeräte für den Oberarm, bei welchem kein externes Gerät angeschlossen werden muss. Seine Messgenauigkeit wurde in verschiedenen Tests mit „gut“ eingestuft. Die Besonderheit bei diesem Gerät: Neben einer Einzelmessung ist hier auch eine Dreifachbestimmung möglich, wonach ein Mittelwert errechnet werden kann. Somit werden eventuelle Messungenauigkeiten ausgeglichen. Des Weiteren ist zugleich auch ein Pulsmesser integriert sowie eine Reisetasche, falls es einmal etwas weiter weg geht. Die wenigen Tasten ermöglichen eine leichte Bedienung.

Blutdruckmessgerät für das Handgelenk

Das Blutdruckmessgerät für das Handgelenk ist beliebt und weit verbreitet. Obendrein sind die Produkte preisgünstig und sowohl das Anlegen, als auch die Messung sehr einfach zu bewerkstelligen. Dafür wird zunächst eine Manschette, an welcher das Blutdruckmessgerät angebracht ist, um das Handgelenk geschlungen.
Per Knopfdruck wird die Messung gestartet, wobei die Handfläche dabei zum Gesicht zeigen und der Computer auf Höhe des Herzens gehalten werden sollte. Die simple und sichere Handhabung machen das Handgelenksmessgerät nicht umsonst zu den meistverkauften Blutdruckmessgeräten. Liegen jedoch Veränderungen am Gefäßsystem im Bereich der Hände vor, so ist auf ein Gerät auszuweichen, das den Blutdruck am Oberarm ermittelt. Diese gelten obendrein als besonders exakt und werden im Folgenden beschrieben.

Blutdruckmessgerät für den Oberarm

Auch beim Blutdruckmessgerät für den Oberarm umschließt eine Manschette die Extremität. Jedoch wird diese auf Höhe des Oberarms angelegt.  Ebenso automatisch erfolgt der Messvorgang auch hier auf Knopfdruck. Auf einem Display wird Ihnen schließlich der ermittelte Messwert präsentiert. Die Blutdruckmessgeräte für die Oberarme sind tendenziell etwas teurer als jene für das Handgelenk. Doch gilt die Messung beim Oberarm-Blutdruckmessgerät als besonders präzise und verlässlich.

Die Testberichte zum Blutdruckmessgerät

Die vorgestellten Blutdruckmessgeräte im Test gehören dabei zumeist zu den vielleicht empfehlenswertesten und meistverkauftesten ihrer Art. Entsprechende Testurteile aus dem Hause Stiftung Warentest und Empfehlungen der Hochdruckliga zeichnen die genannten Geräte dabei besonders aus.  Damit können auch Sie, möglicherweise auf der Suche nach einem geeigneten Gerät rasch einen ersten Eindruck bekommen. Innerhalb kürzester Zeit gewinnen Sie auf diese Weise einen Überblick über bewährte Blutdruckmessgeräte, die in den verwiesenen Testberichten ansprechend aufbereitet werden sollen.

Dabei spielen die Testberichte unabhängiger Beurteilungen eine ebenso große Rolle wie die Empfehlungen, Meinungen, Kritiken und Berichte unzähliger Anwender. Derart persönliche Eindrücke verleihen den Aussagen schließlich eine alltagsnahe Note. Denn letztendlich sind es Betroffene, Interessierte oder Patienten, die wie Sie unter dem Blutdruckmessgeräte Test ein zweckmäßiges Messgerät suchen. In jedem Fall bestätigen Ihnen die Testberichte, dass mit einem Blutdruckmessgerät das Blutdruckmessen in den eigenen vier Wänden praktisch, fix und für Jedermann leicht zu bewerkstelligen ist. Dabei beantworten Ihnen die Testsieger der Blutdruckmessgeräte im Test nicht nur die Frage nach dem systolischen und diastolischen Blutdruckwert, sondern Sie erfahren zudem Ihren Puls und erhalten möglicherweise Hinweise auf mögliche Herzrhythmusstörungen. Damit ist das Gerät nicht nur ein hervorragendes Instrument zur Diagnostik, sondern dient zugleich auch zur Therapieüberwachung und ist im Rahmen einer (medikamentösen) Blutdruckeinstellung engmaschig als Kontrolle und Erfolgsmesser zu verstehen.

Blutdruckmessgeräte – Stiftung Warentest urteilt

Die Blutdruckmessgeräte nahm Stiftung Warentest erstmals 2001 unter die Lupe. Wiederholt folgten darauf unabhängige Tests in 2006, 2007 und schließlich zuletzt im Dezember 2010. Während die anfänglichen Untersuchungen wenig schmeichelhaft waren, so überzeugten zuletzt mehrere Geräte in einem sehr aufschlussreichen Vergleich.

So bescheinigte Stiftung Warentest dem Blutdruckmessgerät vor einem Jahrzehnt zusammenfassend kein lobendes Fazit. Fehlmessungen waren häufig und der entscheidende Kritikpunkt bei der damaligen Beurteilung. Dies hat sich allerdings, bis heute, grundlegend gewandelt. In der letzten Untersuchung glänzten glücklicherweise gleich mehrere Geräte mit hervorragenden Testnoten und einem schmeichelnden Urteil. (Stand: 2013).
Der entsprechend zugrundeliegende Blutdruckmessgerät Test der Stiftung Warentest ist gegen eine geringe Gebühr auf der offiziellen Seite der Stiftung Warentest unter test.de einsehbar.
Für detaillierte Informationen zum Stiftung Warentest Blutdruckmessgerät Vergleich sei an dieser Stelle auf das Institut verwiesen. Ein sehr viel ergiebigeres Testergebnis, weitere Informationen, ein Interview und Fragen, die an dieser Stelle unbeantwortet bleiben müssen, können Sie dort nachlesen.
Blutdruckmessgeräte bei Stiftung Warentest

Das Blutdruckmessgerät, Stiftung Warentest unterschied hier sinnvollerweise zwischen Messgeräten für den Oberarm und  das Handgelenk, wurde dabei umfassend geprüft. Insgesamt standen Experten und Probanden zwölf Produkte zur Beurteilung gegenüber.
Sämtliche Geräte eignen sich grundsätzlich für die Selbstmessung des systolischen und diastolischen Blutdrucks. Zu unterscheiden war lediglich zwischen jenen, die am Oberarm angelegt werden, und den anderen, die am Handgelenk mit einer Manschette anzubringen sind.

Die Preisspanne der Blutdruckmessgeräte, die Warentest untersuchte, reichte dabei von äußerst preisgünstigen Modellen bis hin zu den Produkten etablierter Markenhersteller, für die etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Die billigsten Geräte sind dabei bereits für unter 20 Euro zu erwerben, während das vergleichsweise teuerste Modell mit etwa 90 Euro zu Buche schlägt.

Doch halten die Messgeräte ihr Versprechen? Wird der Blutdruck tatsächlich für jedermann anwendbar und mit einer geringen Fehlertoleranz gemessen? Offenbar ja. Zumindest die Testsieger, die von Warentest unter den Blutdruckmessgeräten besonders hervorgehoben wurden, scheinen diese Anforderungen zu erfüllen.

Blutdruckmessgeräte

Allgemeine Infos

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) entwickelt sich schleichend und wird oft nicht erkannt. Dass der Druck in den Gefäßen erhöht ist, bereitet anfangs kaum Beschwerden. Doch die lebenswichtigen Organe im Körper werden auf Dauer überlastet. Zudem setzt die natürliche Gefäßalterung früher ein und die Gefäße verkalken schneller (Arteriosklerose). Wird Bluthochdruck nicht behandelt, kann er viele Krankheiten verursachen – bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt. Lt. Angaben des Robert-Koch-Institutes sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache. Einer der hauptsächlichen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Bluthochdruck.

Was ist Blutdruck?

Mit Blutdruck wird der Druck in den Gefäßen bezeichnet. Mit jedem Schlag des Herzens wird Blut in die Blutgefäße gepumpt, wobei ein Druck entsteht, der von innen an die Arterienwände drückt.

Wann ist der Blutdruck zu hoch?

Ein Blutdruck von 120/80 mmHg ist normal. Liegt der Blutdruck zwischen 130/85 mmHg und 139/89 mmHg, gilt das als „hoch normal“. Das heißt, der Druck ist zwar etwas erhöht, gilt aber noch als normal. Bei Bluthochdruck liegen die Blutdruckwerte dauerhaft systolisch über 140 mmHg und/oder diastolisch über 90 mmHg. Besteht der Verdacht auf einen zu hohen Blutdruck, können wiederholte Druckmessungen und eine Langzeitmessung die Diagnose bestätigen. Um den Blutdruck zu senken, gibt es mehrere Therapieansätze: Ausreichend und regelmäßige Bewegung und abwechslungsreiche, möglichst salzarme Ernährung. Eventuelles Übergewicht sollte reduziert werden. Im Bedarfsfall verschreibt der Arzt Medikamente, um einen zu hohen Blutdruck zu senken. Wichtig ist in jedem Fall die Kontrolle der Blutdruckwerte.

Hinweis: Ein einmal erhöhter Blutdruckwert bedeutet nicht, dass eine Krankheit vorliegt. Erst dann, wenn der Blutdruck mehrmals und unabhängig von körperlich oder seelisch belastenden Situationen höher als die als normal geltenden Werte ist, ist dies ein Anzeichen für Bluthochdruck. Dies sollte in jedem Fall vom Arzt abgeklärt werden.

Was passiert bei erhöhtem Blutdruck?

Herz und Blutgefäße verändern sich

  • die Herzmuskelmasse nimmt zu
  • die Gefäße können sich nicht mehr so gut dehnen und sind anfälliger für Verschleiß

Folge dieser Herz- und Gefäßveränderungen können u.a. Schlafanfall, Herzschwäche oder Herzinfarkt sein.

Direkte und indirekte Methoden der Blutdruckmessung

Zur Blutdruckbestimmung werden zwei Methoden unterschieden: die direkte und die indirekte Methode. Die direkte Messung erfolgt durch das Einbringen einer Messsonde in das Blutgefäß und wird nur in seltenen Fällen angewandt. Meist werden zur Bestimmung des Blutdrucks indirekte Messverfahren eingesetzt. Die meisten funktionieren nach dem Manschettenprinzip. Durch den Druck einer aufgeblasenen Manschette, die dem Arm oder dem Bein angepasst ist, wird der Blutstrom unterbunden. Nach und nach wird der Druck in der Manschette verringert.

Ist der Druck dann gleich dem systolischen Blutdruck, erzeugt der nun wieder einsetzende Blutdruck die typischen Geräusche, die mit einem Stethoskop erfasst werden. Der Blutdruck zu Beginn der Geräusche ist der systolische Blutdruck; der Druck am Ende der Geräusche der diastolische Blutdruck. Die Geräusche werden als Korotkow-Geräusche (nach dem Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow) bezeichnet. Er entwickelte die Methode der Blutdruckmessung 1905 in Petersburg als Teil seiner Dissertation. Neben diesen Verfahren haben sich die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung sowie die Blutdruckselbstmessung zu Hause bewährt.

Warum ist die Blutdruckmessung zu Hause sinnvoll?

Die Überprüfung des Blutdrucks zu Hause wird als Ergänzung zu den Messungen in der Arztpraxis gesehen. Empfohlen wird die ergänzende Blutdruckselbstmessung auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Hochdruckliga, der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. Wer die zu Hause gemessenen Werte in ein Blutdruck-Tagebuch einträgt, kann diese beim nächsten Praxisbesuch seinem Arzt vorlegen, sodass dieser gute Anhaltspunkte für die weitere Therapie hat.

Zudem ergeben sich durch die häufigeren Kontrollen aussagekräftige Werte, die auch für den Patienten selbst wertvoll sind. Bei der Messung zu Hause ist die nötige Ruhe vorhanden, die in der Arztpraxis manchmal fehlt. So können Aufregung und zu wenig Ruhezeit die Werte bei der Messung beim Arzt verfälschen („Weißkittelhypertonie“). Messungen zu Hause mit einem Blutdruckmessgerät sind also eine gute Möglichkeit, seinen Blutdruck regelmäßig in angenehmer Umgebung zu kontrollieren.

Hinweis: Um Bluthochdruck handelt es sich, wenn beim Arzt wiederholt Werte von 140/90 mm Hg oder höher gemessen werden. Da Patienten in der Arztpraxis meist nicht so ruhig sind wie zu Hause in der gewohnten Umgebung, werden dort meist höhere Werte als im häuslichen Umfeld gemessen. Wer zu Hause seinen Blutdruck misst, sollte keine Werte bei 135/85 mm Hg oder höher haben. Das gilt auch, wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist – dann handelt es sich um Bluthochdruck.

Welche Blutdruckmessgeräte sind für die Messung zu Hause geeignet?

Ein Blutdruck-Messgerät für den Hausgebrauch hilft, Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen. Auch Menschen, die bereits wegen erhöhter Werte in ärztlicher Behandlung sind, können von einem solchen Gerät profitieren. So können sie ihre Werte regelmäßig selbst überprüfen. Die Ergebnisse zeigen, wie sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum verhält.

Wichtig sind zuverlässige Messwerte, wobei auf Folgendes geachtet werden sollte:

  • Der Blutdruck muss richtig gemessen werden.
  • Das Blutdruckmessgerät muss zuverlässig funktionieren.
  • Die Bedienung des Gerätes bereitet keine Probleme.

Blutdruckmessgeräte für zu Hause arbeiten anders als die klassischen Blutdruckmessgeräte mit Stethoskop, die in der Arztpraxis verwendet werden. Die Geräte für die Selbstkontrolle funktionieren automatisch und zeigen die Blutdruckwerte digital an. Sie sind in zwei Varianten erhältlich: für den Oberarm und für das Handgelenk. Alle vollautomatischen Messgeräte bestehen aus einer Armmanschette und einer kombinierten Aufblas- und Messeinheit.

Digitale Oberarm-Blutdruckmessgeräte – Messung am Oberarm

Kurzfassung: Bei der Messung am Oberarm wird eine Manschette am Oberarm angebracht und das Gerät misst den Blutdruck vollautomatisch. Die Bedienung ist meist recht einfach und für Laien verständlich.

Moderne Messgeräte für den Oberarm ermitteln den Druckwert vollautomatisch. Die gesamte Messung ist dabei sicher, einfach und unkompliziert. Für präzise Messergebnisse enthalten digitale Messgeräte eine Manschette für unterschiedliche Oberarmstärken, Display und – im besten Fall – mehrere Speicherplätze für verschiedene Nutzer. So kann das Gerät auch von Ehepaaren, Familien oder Freunden gemeinsam benutzt werden.

Einige Oberarm-Messgeräte erkennen während des Messvorgangs unregelmäßige Herzschläge und Körperbewegungen. Zudem messen manche Geräte den Blutdruck bereits beim Aufpumpen der Manschette und lassen den Druck dann auf einmal ab, d.h. Nachpumpen entfällt. Andere ermöglichen eine Verknüpfung mit Smartphone und Co., sodass der Nutzer die Messwerte speichern, verwalten und auf Wunsch an den Hausarzt weiterleiten kann.

Praktisch sind Details wie LED-Ampelanzeige zum einfachen Ablesen und leichteren Interpretieren des Blutdruckwertes, Morgenhypertonie-Anzeige sowie Manschettensitzkontrolle. Damit das Gerät auch auf Reisen sicher verstaut werden kann, bieten manche Hersteller von Blutdruckmessgeräten eine passende Aufbewahrungstasche zum Gerät an.

Digitale Handgelenk-Blutdruckmessgeräte – Messung am Handgelenk

Kurzfassung: Beim Handgelenk-Blutdruckmessgerät wird der Blutdruck am Handgelenk gemessen. Hier muss der Arm vor der Messung in die richtige Position gebracht werden. Vorteilhaft sind Geräte mit Positionsanzeige, sodass auch Laien valide Messergebnisse erhalten.

Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk ermöglichen eine einfache und präzise Blutdruckmessung. Moderne Geräte sind leicht zu bedienen und haben ein gut ablesbares Display. Da bei der Blutdruckmessung am Handgelenk der Arm auf Herzhöhe abgewinkelt werden muss, sind Messgeräte mit Positionsanzeige besonders empfehlenswert. Hier erkennt der Nutzer genau, wann der Arm in der richtigen Position für ein valides Messergebnis ist. So erfolgt die Messung korrekt und die Werte sind aussagekräftig. Fehlerhafte Messungen werden vermieden.

Für druckempfindliche Menschen sind Geräte geeignet, die bereits beim Aufpumpen messen. Das macht die Blutdruckmessung angenehmer. Sinnvoll sind Geräte mit Ampelsystem für die Blutdruckbewertung. Hier erkennen die Nutzer sofort, wie die persönlichen Blutdruckwerte nach internationalen Richtlinien einzustufen sind. Außerdem praktisch: Blutdruckmessgeräte, die auf einen nötigen Batteriewechsel hinweisen und die sich bei längerer Nichtbedienung automatisch abschalten.

Oberarm oder Handgelenk – Welches Gerät ist besser?

Handgelenk-Messgeräte arbeiten ebenso zuverlässig wie Oberarmgeräte. Manche Nutzer bevorzugen Messgeräte für den Oberarm, da die Manschette automatisch richtig sitzt, wenn der Arm entspannt auf einer geraden Fläche – wie z. B. auf dem Tisch – abliegt. Bei der Messung am Handgelenk muss der Arm angewinkelt werden, denn die Messung erfolgt auf Herzhöhe. Praktisch sind deshalb Geräte mit Positionsanzeige, die anzeigen, ob die Position des Arms korrekt ist. So werden Anwendungsfehler reduziert.

Ist die Handgelenksmessung für alle Menschen geeignet?

Handgelenk-Geräte sind klein, leicht und preiswert. Deshalb werden sie gerne verwendet. Arteriosklerotische Gefäßverengungen können jedoch die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Zudem muss die Messung in Herzhöhe erfolgen und die Armmuskeln während der Messung entspannt sein. Da die Geräte schnell und einfach angelegt werden können, wird die empfohlene Ruhephase vor der Messung häufig nicht eingehalten. Das kann die Messergebnisse verfälschen.

Auf was muss ich bei der Manschette achten?

Blutdruck-Messgeräte werden mit einer Manschette ausgeliefert, die in verschiedenen Größen erhältlich ist. Die Blutdruckmanschette richtet sich nach dem Umfang des Arms. Beim Kauf eines Blutdruckgerätes sollte immer auf die angegebenen Größen, z. B. 13,5—23 cm oder 22—42 cm geachtet werden. Manschetten, die zu breit oder zu schmal sind, zeigen bei der Blutdruckmessung fehlerhafte Messwerte an. Neben Standardmanschetten gibt es Universalmanschetten oder XL-Manschetten für kräftige Oberarme. Bei manchen Modellen können XL Manschetten optional zum Gerät bestellt werden.

Welche Blutdruckmanschetten gibt es?

Manschetten gehören in der Regel zum Gerät dazu und können nicht einfach ausgetauscht werden. Um dennoch den individuellen Vorlieben der Nutzer Rechnung zu tragen, haben die Hersteller von Blutdruckmessgeräten verschiedene Manschetten entwickelt, die alle ihre spezifischen Eigenheiten haben.

Bügelmanschetten

Bügelmanschetten passen sich besonders gut der Anatomie des Oberarms an. Für druckempfindliche Menschen sind sie gut geeignet.

Schalenmanschetten

Diese Manschetten sind bequem anzulegen. Wie ihr Name bereits sagt, handelt es sich um eine vorgeformte, starre Manschette, die den Arm direkt umschließt. Sie kann bequem mit einer Hand angelegt werden.

Stethoskop Manschetten

Ärzte und Krankenschwestern benutzen zur Blutdruckmessung in der Regel ein Stethoskop und ein manuelles Blutdruckmessgerät. Durch das Stethoskop sind die Veränderungen im Blutstrom beim Aufpumpen und Luftablassen hörbar. Wer es genau wissen möchte, kann Blutdruckmessgeräte mit Stethoskop Manschetten auch für die Blutdruckmessung zu Hause kaufen. Die Blutdruckmanschetten sind mit einem integrierten Stethoskop ausgestattet und ermöglichen die manuelle Messung im eigenen Zuhause.

Gibt es Prüfsiegel für Blutdruckmessgeräte?

Blutdruckmessgeräte gehören zu den medizinischen Produkten und benötigen daher eine Kennzeichnung als Medizinprodukt. Erkennbar ist das am aufgedruckten „CE-Kennzeichen“ mit der vierstelligen Kennnummer. Die CE-Kennzeichnung gewährleistet, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind und dass die Qualität des Produktes überprüft wurde. Noch besser sind Blutdruckmessgeräte mit CE-Kennzeichnung und Prüfsiegel.

Auf Antrag der Gerätehersteller prüft die Deutsche Hochdruckliga Blutdruckmessgeräte, wobei die Tests durch unabhängige Prüfinstitute vorgenommen werden. Das Prüfsiegel garantiert, dass das Gerät unter realen Bedingungen korrekte Messergebnisse liefert. Einige Geräte renommierter Hersteller wie Beurer, Hartmann, Medisana, Omron, Sanitas oder WEPA sind deshalb mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga für Messgenauigkeit ausgezeichnet. Daneben gibt es weitere Hersteller, deren Blutdruckmessgeräte ebenfalls das Prüfsiegel für Messgenauigkeit von der Deutschen Hochdruckliga erhalten haben.

Kurztipps für die Blutdruckmessung zu Hause

Die regelmäßige Blutdruckkontrolle zu Hause liefert mit modernen Messgeräten zuverlässige Werte und ergänzt die Messungen in der Arztpraxis. Zudem geben die Messungen Sicherheit, denn ein zu hoher Blutdruck wird schnell erkannt. Um ein genaues und zuverlässiges Ergebnis zu erhalten, gelten bei der Blutdruckmessung zu Hause die gleichen Regeln wie in der Arztpraxis:

  • Ruhig werden. Vor der Messung mindestens fünf Minuten entspannen.
  • Auf die Manschette achten. Sie muss richtig sitzen.
  • Position des Gerätes prüfen – Handgelenkgerät auf Herzhöhe!

Für genaue Aussagen über die Blutdruckwerte sollten die Messungen mehrmals täglich erfolgen. Die gemessenen Blutdruckwerte werden in einen Blutdruckpass eingetragen und bei jedem Arztbesuch mitgenommen.

Blutdruck richtig messen

1. Auf die Uhrzeit kommt es an

Der Blutdruck kann zu Hause am Oberarm oder am Handgelenk gemessen werden. Für beide Messmethoden sind Geräte im Handel erhältlich. Die Messung sollte möglichst immer zur selben Zeit erfolgen, z.B. morgens vor dem Frühstück und vor dem ersten Kaffee. Wer blutdrucksenkende Medikamente einnimmt, misst den Blutdruck vor der Einnahme. Um aussagekräftige Messergebnisse über einen längeren Zeitraum zu erhalten, wird immer am selben Arm gemessen.

2. Eine bequeme Sitzhaltung finden

Entspannen vor der Messung ist ganz wichtig. Am besten fünf Minuten im Sitzen relaxen. Die Manschette muss richtig sitzen und darf weder zu locker noch zu fest anliegen. Dicke Kleidung sollte nicht hochgekrempelt, sondern ausgezogen werden. Die Manschette wird am unbekleideten Oberarm angelegt. Meist ist eine Markierung auf der Manschette vorhanden, die sich beim Anlegen auf der Arterie des Oberarms befinden sollte. Die Manschette wird so festgezogen, dass ein bis zwei Finger noch zwischen Arm und Manschette passen.

3. Manschette korrekt anlegen

Die Maße der gängigen Manschetten reichen für einen Umfang von bis zu 23 cm am Handgelenk und bis zu 42 cm am Oberarm. Für die meisten Menschen sind diese Maße ausreichend. Bei mehr Umfang sind Geräte mit XL-Manschetten erhältlich. Die passende Manschette ist für ein korrektes Messergebnis entscheidend, andernfalls entstehen Messfehler. Bei Geräten für den Oberarm liegt der Arm bei der Messung locker auf dem Tisch – dann sitzt die Manschette automatisch richtig.

4. Messgerät richtig positionieren

Handgelenkgeräte messen auf Herzhöhe. Wer sich für ein solches Gerät entscheidet, winkelt den Arm entsprechend an und misst dann. Hilfreich sind dabei Blutdruckmessgeräte mit Positionsanzeige, die genau anzeigen, wann der Arm in der richtigen Position für ein exaktes Messergebnis ist. Bereits geringe Abweichungen zur Haltung auf Herzhöhe können die Messergebnisse verfälschen. Wer oberhalb des Herzens misst, erhält zu niedrige Werte, unterhalb sind sie zu hoch. Während der gesamten Messung muss sich das Handgelenk auf Herzhöhe befinden. Das gelingt am besten im Sitzen, während der Ellenbogen auf einem Tisch aufgestützt wird. Die Manschette wird am unbekleideten Handgelenk angelegt und sollte straff anliegen.

5. Ruhe bewahren

Während der Messung sollte es ruhig sein. Falls möglich, entspannt auf einem Stuhl sitzend messen. Der zu messende Arm liegt dabei entspannt auf einem Tisch, die Füße stehen locker nebeneinander. Das vermeidet Anspannungen in der Muskulatur. Beim Messen weder bewegen, reden, essen noch sich ablenken lassen. Sind die Werte ungewöhnlich, sollte nach ca. 5 Minuten Ruhepause eine weitere Messung gestartet werden.

6. Protokoll führen

Wichtig ist die Dokumentation. Moderne Blutdruckmessgeräte verfügen über Speichermöglichkeiten, die einen guten Überblick über die letzten Messwerte bieten. Zusätzlich wird aus diesen gespeicherten Einzelmessungen ein Durchschnittswert errechnet. Das bietet eine noch aussagekräftigere Beurteilung des Blutdrucks. Nach der Messung sollten die Werte in den Blutdruckpass eingetragen werden.

Kurzanleitung richtig Blutdruckmessen

  • regelmäßig unter gleichen Bedingungen messen (morgens vor Tabletteneinnahme, abends vor dem Schlafengehen)
  • immer den gleichen Arm für die Messung benutzen
  • in ruhiger Umgebung nach 5 Min. entspanntem Sitzen messen
  • Beine nicht übereinanderschlagen, sondern nebeneinander stellen
  • Manschette auf Herzhöhe halten
  • während der Messung ruhig sitzen und nicht sprechen oder bewegen
  • Messwerte direkt nach der Messung im Blutdruckpass notieren

Vor der ersten Blutdruckmessung

Der Fachmann hilft

Blutdruckmessgeräte der neuen Generation sind leicht zu bedienen. Wer dennoch unsicher ist, sollte sich sein Gerät vor dem ersten Gebrauch erklären lassen. Fehler bei der Bedienung führen zu unzuverlässigen Werten. Fachhändler oder Apotheker helfen gerne bei der Einweisung. Auch in der Arztpraxis werden Fragen zu Blutdruckmessgeräten bei Bedarf beantwortet.

Die ersten Messungen zu Hause

Wer noch nicht weiß, an welchem Arm er messen soll, misst anfangs einfach an beiden Armen. Keine Sorge – die Unterschiede zwischen dem rechten und linken Arm können bis zu 10 mmHg betragen. Die weiteren Messungen werden an dem Arm vorgenommen, bei dem der höhere Wert gemessen wurde.

Warum schwankt der Blutdruck?

Auch bei direkt aufeinanderfolgenden Messungen sind schwankende Blutdruckwerte völlig normal. Sie sagen nichts über die Genauigkeit eines Gerätes aus. Der Blutdruck ist kein konstanter Wert und nie exakt über mehrere Minuten gleich. Daher wird empfohlen, regelmäßig und immer zur gleichen Tageszeit zu messen. So können Schwankungen ausgeglichen werden und das Resultat ist aussagekräftiger. Einzelmessungen sollten immer nur als Momentaufnahme betrachtet werden.

Wie häufig sollte der Blutdruck hintereinander gemessen werden?

  • Zwischen zwei Messungen sollte eine Pause von ca. fünf Minuten liegen.

Hinweis: Einige Blutdruckmessgeräte messen automatisch zwei- bis dreimal und ermitteln dann selbst den Mittelwert.

Fehler bei der Messung

Bei sehr großen Abweichungen kann es sich um Fehler während der Messung handeln. Dann werden die Ergebnisse verfälscht. Beispiele für häufige Fehler bei der Blutdruckmessung:

  • Manschette ist zu schmal oder zu locker angelegt
  • Manschette ist zu breit oder zu fest angelegt
  • Gerät befand sich nicht auf Herzhöhe
  • die Pause zwischen zwei Messungen war zu kurz
  • Bewegungen oder Ablenkung während der Messung
  • Nervosität

Blutdruckmanschette richtig anlegen

  • Die Kleidung am Oberarm darf nicht den Blutfluss beeinträchtigen. Ärmel sollten nicht hochgekrempelt werden. Am besten wird die Manschette auf unbekleideter Haut angelegt.
  • Die Manschette darf nicht zu fest, aber auch nicht zu locker angelegt werden. Das verfälscht das jeweilige Messergebnis nach oben bzw. nach unten.
  • Bei der Blutdruckmessung am Oberarm die Manschette auf Herzhöhe anlegen und über den Oberarm schieben. Die Unterkante der Manschette liegt ca.- 2—3 cm oberhalb der Armbeuge.
  • Der Arm wird etwas angewinkelt, dabei spannt sich der Oberarmmuskel. Das Manschettenende straff ziehen und den Klettverschluss schließen. Es sollten noch ein bis zwei Finger zwischen Arm und Manschette passen.
  • Arm während der Messung locker ausgestreckt auf einer ebenen Fläche – z. B. einem Tisch – positionieren und während der Messung ruhig halten. Die Handinnenfläche zeigt nach oben.

Welches ist das richtige Blutdruckmessgerät für Senioren?

Blutdruckmessgeräte für Senioren sollten leicht zu bedienen und die Blutdruckwerte auf einem großen Display gut ablesbar sein. Gut geeignet sind Blutdruckgeräte mit Messung am Oberarm.

Oberarmgeräte bei Arteriosklerose

Die Messmethoden – Oberarm- und Handgelenkmessung – werden als gleichwertig angesehen. Menschen mit Gefäßverengungen wird allerdings empfohlen, ein Oberarmmessgerät zu benutzen. So ist die Messung genauer. Zu den Auslösern für Gefäßverengungen zählt der natürliche Alterungsprozess, bei dem die Blutgefäße nicht mehr so elastisch sind. Oft sind Menschen über 60 Jahre betroffen. Auch Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen begünstigen schädliche Ablagerungen.

Großes Display

Für ein leichteres Ablesen der Werte sind Blutdruckgeräte mit großem Display ideal. Hier sieht man auf einen Blick Blutdruck und Puls und kann die Zahlen leicht erkennen. Einige Hersteller bieten Modelle mit extra großem beleuchtetem Display an.

Einfache Bedienung

Blutdruckmessgeräte müssen nicht kompliziert sein. Viele Modelle verfügen über alle wichtigen Funktionen, die für eine präzise Blutdruckmessung benötigt werden und sind ganz einfach über eine einzige Taste zu bedienen. Das macht die Messung des Blutdrucks auch für Laien sehr bequem.

Arrhythmie-Erkennung

Geräte, die über diese Funktion verfügen, zeigen Herzrhythmusstörungen an. Wird das Symbol für die Arrhythmie-Erkennung auf dem Display angezeigt, wird eine Wiederholungsmessung empfohlen. Kommt es trotz ruhig gehaltenem Arm zu einer wiederholten Anzeige des Symbols, kann das ein Hinweis auf Herzrhythmusstörungen sein. Beim nächsten Arztbesuch sollte das unbedingt erwähnt werden.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Unter Herzrhythmusstörungen (sogenannten Arrhythmien) wird eine unregelmäßige Abfolge des normalen Herzschlags verstanden. Deshalb messen moderne Blutdruckmessgeräte neben dem Blutdruck auch den Puls. So lassen sich unregelmäßige Pulse schnell erkennen. Wer davon betroffen ist, nimmt diese Störungen manchmal als Herzrasen oder Herzstolpern wahr. Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Wer diese Anzeichen bei sich bemerkt, sollte diese – sofern noch nicht geschehen – mit seinem Arzt besprechen.

Kurzanleitung Blutdruckmessgerät

Je nach Modell funktioniert jedes Gerät anders. Die Grundlagen sind aber ähnlich. Als erstes werden die Batterien eingelegt, dabei auf die richtige Polung achten. Nun wird die Manschette mit dem Messgerät verbunden. Jetzt kann die Manschette angelegt werden und die Messung wird mit dem Start-Knopf aktiviert. Nach Ablauf der Messung werden auf dem Display die Messwerte Systole, Diastole und Puls angezeigt.

Blutdruckwerte

Um den Blutdruck zu ermitteln, werden zwei Werte gemessen:

  • Systolischer (oberer) Blutdruck

Er entsteht, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und das Blut in die Blutgefäße gedrückt wird.

  • Diastolischer (unterer) Blutdruck

Er wird angezeigt, wenn der Herzmuskel gedehnt ist und sich wieder mit Blut füllt.

Die Messwerte des Blutdrucks werden in mmHg (mm Quecksilbersäule) angegeben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat folgende Grenzwerte für die Beurteilung der Blutdruckwerte festgelegt:

  • eindeutig erhöhter Blutdruck (Hypertonie): systolisch ab 140 mmHg, diastolisch ab 90 mmHg
  • noch normaler Blutdruck: systolisch 130 bis 139 mmHg, diastolisch 85 bis 89 mmHg
  • normaler Blutdruck: systolisch 120 bis 129 mmHg, diastolisch 80 bis 84 mmHg
  • optimaler Blutdruck systolisch bis 119 mmHg, diastolisch bis 79 mmHg

Kaufkriterien für ein Blutdruckmessgerät

Welches Blutdruckmessgerät das richtige ist, hängt weitgehend von den persönlichen Vorlieben ab. Es gibt viele Hersteller und zahlreiche unterschiedliche Modelle. Da fällt die Auswahl nicht leicht, zumal Unterschiede oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Einige wichtige Kriterien können die Auswahl aber erleichtern:

1. Klinische Validierung

Alle Blutdruckmessgeräte, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind, müssen eine klinische Validierung vorweisen. Nur dann dürfen sie verkauft werden. Doch was ist eine Validierung überhaupt? Hierbei wird die Messgenauigkeit des Gerätes anhand einer bestimmten Testgruppe von Personen überprüft. Diese müssen bestimmte Merkmale wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen etc. aufweisen. Die Zusammenstellung der Testgruppe und die Testdurchführung können sich jedoch wesentlich unterscheiden. Bei einigen basieren die Validierungen auf einer Testgruppe von 30 Personen, andere nutzen Gruppengrößen von 90 oder mehr Personen. Letztere sind natürlich deutlich aussagekräftiger. Zwar werden die Mindestanforderungen bei einer Validierung immer erfüllt, dennoch gibt es umfangreichere Prüfprotokolle, die dem Nutzer von Blutdruckmessgeräten mehr Sicherheit geben. Empfehlenswert sind Geräte, die von der Deutschen Hochdruckliga geprüft sind.

2. Eignung für Risikogruppen

Nutzer, die zu einer bestimmten Risikogruppe gehören, sollten beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes darauf achten, ob das ausgewählte Gerät auch für ihre Personengruppe geeignet ist. Das betrifft insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetiker oder Nierenkranke. Auch für Schwangere sind nicht alle Blutdruckmessgeräte geeignet. Krankheits- oder schwangerschaftsbedingte Veränderungen in den Gewebe- und Arterienstrukturen können dazu führen, dass die Messgeräte fehlerhafte bzw. abweichende Blutdruckwerte anzeigen. Wer sich unsicher ist, ob das Gerät geeignet ist, sollte beim Hersteller nachfragen oder sich von seinem behandelnden Arzt beraten lassen.

3. Oberarm- oder Handgelenk-Blutdruckmessgerät?

Im Grunde sind beide für Blutdruckmessungen geeignet. Aber es gibt Unterschiede. Oberarmmessgeräte können in der Regel von allen Menschen benutzt werden. Geräte für das Handgelenk werden vor allem von jüngeren Menschen bevorzugt und/oder dienen als mobiles Zweitgerät auf Reisen, da sie kleiner und leichter als die Geräte für den Oberarm sind. Messungen am Handgelenk sind aber nicht für jeden geeignet. Bei Veränderungen der Gefäßstrukturen – z. B. bei Arteriosklerose – kann die Messung am Handgelenk zu fehlerhaften Ergebnissen führen.

Tipp: Wer älter als 50 Jahre ist und/oder unter chronischen Vorerkrankungen leidet, sollte sich für ein Blutdruckmessgerät für den Oberarm entscheiden. Wer dennoch ein Handgelenkgerät bevorzugt, führt am besten mit seinem Arzt Vergleichsmessungen durch: am Handgelenk und am Oberarm. Sind auch bei wiederholten Messungen keine Unterschiede bei den Messergebnissen zu erkennen, steht dem Kauf eines Handgelenkmessgerätes nichts im Wege. Ist die Differenz aber deutlich ausgeprägt – 10 mm Hg oder mehr – ist ein Oberarmgerät die bessere Wahl.

4. Manschettengröße

Die passende Manschette ist entscheidend für ein exaktes Messergebnis. Sitzt sie zu locker oder zu fest kann der Blutdruckwert verfälscht werden. Wichtig ist daher, dass die zum Gerät gehörende Manschette für den eigenen Armumfang geeignet ist. Benutzen das Gerät mehrere Personen, müssen alle eine für sie passende Manschette haben. Die Maße der Manschette wird vom Hersteller immer angegeben. Um zu vergleichen, ob die angebotene Manschette passt, sollte vorab die dickste Stelle am Oberarm sowie am Handgelenk gemessen werden. Von einigen Herstellern gibt es extra große Manschetten für einen stärkeren Armumfang.

5. Zusatzfunktionen

Die im Handel erhältlichen Blutdruckmessgeräte können weitaus mehr als „nur“ den Blutdruck messen. Doch welche Zusatzfunktionen sind sinnvoll? Hier kommt es auf den Einsatzzweck sowie auf die persönlichen Wünsche an. Wer beispielsweise ein Blutdruckmessgerät für Reisen sucht, wird auf Handlichkeit und geringes Gewicht achten. Ältere Menschen bevorzugen häufig Geräte mit großem Display, denn hier sind die Zahlen gut ablesbar. Vor der Anschaffung eines Blutdruckgerätes sollte jeder seine Prioritäten prüfen.

Anzahl der Benutzer

Manche Modelle sind für einen Benutzer geeignet, andere lassen mehrere Nutzer zu. Wer das Blutdruckmessgerät gemeinsam mit anderen Personen nutzen möchte, sollte sich für ein Gerät entscheiden, das mehrere Benutzer zulässt und ausreichend Speicherplatz bietet.

Display

Um die Zahlen gut abzulesen, gibt es Modelle mit XXL-Display. Diese empfehlen sich besonders für ältere Menschen, aber auch für Menschen mit Sehschwäche. Wer öfter abends oder vor dem Schlafengehen nochmals seinen Blutdruck misst, für den lohnt sich ein Blutdruckdruckmessgerät mit Hintergrundbeleuchtung. So lassen sich die Blutdruckwerte auch in der Dämmerung gut ablesen.

Speicherplätze

Wer nur ab und zu seinen Blutdruck misst und die Werte in einem Blutdruckpass dokumentiert, braucht in der Regel nur wenig Speicherplatz. Bei häufigem Messen oder der Benutzung durch mehrere Personen sollten Modelle mit viel Speicherplatz bevorzugt werden.

Arrhythmie-/Vorhofflimmern-Erkennung

Nicht alle Blutdruckmessgeräte verfügen über diese Funktionen. Grundsätzlich sind sie empfehlenswert, da sie Abweichungen des Herzrhythmus frühzeitig erkennen. Geräte mit Arrhythmie-Erkennung warnen vor einer eventuell vorliegenden Herz-Rhythmus-Störung, wobei diese durch ein EKG beim Arzt verifiziert werden sollte. Denn die Art von Herzrhythmusstörungen kann durch das Blutdruckmessgerät nicht festgestellt werden.

Integrierter Bewegungssensor

Geräte mit dieser Zusatzfunktion tragen zu einer sicheren und fehlerfreien Blutdruckmessung für Zuhause bei. Bewegungen während des Messvorgangs beeinflussen die Messung und können zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Blutdruckmessgeräte mit integriertem Bewegungssensor erkennen Bewegungen und weisen den Nutzer darauf hin. Wird also eine Bewegung, die Einfluss auf das Messergebnis hat vom Bewegungssensor registriert, bricht das Gerät automatisch die Messung ab. So kann die Messung korrekt wiederholt werden.

Batterie- oder Strombetrieb

Standardmäßig funktionieren Blutdruckmessgeräte mit Batterien. Wer jedoch lieber ein strombetriebenes Blutdruckgerät möchte, findet auch hier einige Modelle.

Datenübertragung

Es gibt einige Modelle im Handel, mit denen sich die Blutdruckwerte unkompliziert an einen PC oder ein Mobilgerät übertragen lassen. Auch eine grafische Auswertung ist möglich. Ein solches Blutdruckmessgerät empfiehlt sich besonders, wenn der Blutdruck engmaschig kontrolliert werden muss oder die Daten aufbereitet werden sollen.

Welche Kriterien muss ein Testsieger erfüllen?

Beim Test der Stiftung Warentest kommt es vor allem auf die Messgenauigkeit bei Blutdruckmessgeräten an. Weitere Kriterien sind Handhabung, Störanfälligkeit und Datensendeverhalten. Testsieger beim Test 05/2016 wurde das Blutdruckmessgerät von Omron RS2 für das Handgelenk. Es bleibt auch nach dem neuesten Test 11/2018 Spitzenreiter.

Stiftung Warentest testet Blutdruckmessgeräte

Im Test 2018 untersuchte die Stiftung Warentest 14 Blutdruckmessgeräte zur Selbstmessung zu Hause. Darunter waren acht Geräte für den Oberarm und sechs Modelle für das Handgelenk. Die Messgenauigkeit aller Geräte wurde an verschiedenen Personen unterschiedlichen Alters mit niedrigem bis hohem Blutdruck überprüft. Bewertet wurden u.a.

  • Messgenauigkeit 60 %
  • Handhabung 30 %
  • Störanfälligkeit 10 %

Wichtigstes Kriterium war die Messgenauigkeit, denn diese ist für zuverlässige Messergebnisse entscheidend. Ein früherer Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2016. Hier wurden 15 Blutdruckmessgeräte zur Selbstmessung – acht für den Oberarm und sieben für das Handgelenk – getestet.

Testsieger

Testsieger im Jahr 2016 wurde das Modell Omron RS2 für 26 Euro, gefolgt von Boso Medistar+ für 25 Euro – beides Geräte für das Handgelenk – gefolgt von einem Oberarm-Modell, Boso Medicus X für 50 Euro. Diese Testsieger aus 2016 konnten auch im Test 11/2018 ihre Spitzenplätze behaupten. Ebenfalls die Note „gut“ erreichte das in dem Test 11/2018 geprüfte Oberarmgerät Braun ExactFit 5 für 65 Euro. Als einziges der vier Spitzenreiter hat es einen Speicher für Messwerte für zwei Personen.

Omron RS 2 (Gut 2,2)

Das vollautomatische Blutdruckmessgerät für das Handgelenk ist preisgünstig, solide und genau. Es trägt zudem das Prüfsiegel der Hochdruckliga, seine Messgenauigkeit wurde klinisch validiert. Als Handgelenkgerät ist es leicht und auch mobil einsetzbar. Das Gerät ist für alle eine gute Wahl, die genaue Messergebnisse und wenig Extras wünschen. Die Messwerte werden ohne Datum, Uhrzeit und Skala zur Einordnung der Ergebnisse geliefert. Die Bluthochdruck-Anzeige leuchtet auf, wenn der Blutdruck die Richtwerte überschreitet. Der Speicher fasst maximal 30 Messwerte einer Person.

Boso Medistar+ (Gut 2,3)

Das vollautomatische Handgelenk-Blutdruckmessgerät mit Arrhythmie-Erkennung zeichnet sich durch genaue Messergebnisse und ein großes Display aus. Die Werte werden ohne Datum und Uhrzeit gespeichert. Dem Anwender steht ein Speicher für 90 Messwerte zur Verfügung; der Mittelwert wird auf einer Skala eingeordnet.

Boso Medicus X (Gut 2,3)

Das Eintasten-Gerät ist für die Blutdruckmessung am Oberarm konzipiert und punktet mit genauen Messergebnissen. Die Werte werden ohne Datum und Uhrzeit ermittelt. Maximal können 30 Werte einer Person gespeichert werden; der Mittelwert wird auf einer Skala eingeordnet.

Braun ExactFit 5 (Gut, 2,5)

Im aktuellen Test (11/2018) erreichte es als einziges Gerät die Note „Gut“. Die Messwerte sind genau, die Handhabung einfach und einige Extras sind dabei. Der Speicher ist für zwei Personen geeignet. Zudem sind im Liederumfang zwei Manschetten enthalten – für schmale und kräftige Arme. Das Gerät misste bereits beim Aufpumpen, es muss also bei hohem Druck nicht nachgepumpt werden.

Auf was sollte beim Kauf neben dem Prüfsiegel noch geachtet werden?

Die Manschetten sollten die passende Größe haben. Je nachdem, mit welcher Manschette man besser zurechtkommt, sollte man sich für ein Modell mit fester Schale oder faltbarer Klettmanschette entscheiden. Es lohnt sich verschiedene Geräte vor dem Kauf auszuprobieren. Sollten mehrere Personen das Blutdruckmessgerät nutzen, muss die Manschette für alle Nutzer die passende Größe haben. Für Reisen bieten sich Handgelenksgeräte an, praktisch sind Aufbewahrungsboxen oder Schutzhüllen zum sicheren Verstauen des Gerätes.

Hinweise zur Pflege und Reinigung von Blutdruckmessgeräten

Zur Reinigung der Geräte ist ein weiches, trockenes Tuch geeignet. Sind trotz aller Vorsicht einmal Flecken auf der Manschette zu sehen, können diese mit handelsüblichem Spülmittel entfernt werden. Von Zeit zu Zeit wird eine Desinfektion empfohlen. Für die Wischdesinfektion gibt es spezielle Desinfektionsmittel im Handel – die Hersteller weisen in der Gebrauchsanweisung auf ein geeignetes Mittel hin -, mit denen das Gerät desinfiziert werden kann. Für die Manschette eignet sich eine Sprühdesinfektion.

Desinfizieren bei Manschetten

Häufig werden Blutdruckmessgeräte von mehreren Personen benutzt. Insbesondere dann ist auf eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion zu achten. Das gilt besonders für die Manschette. Manche Manschettenhüllen können in warmem Wasser mit Handwäsche gewaschen werden. Hierzu unbedingt die Anleitung des Geräteherstellers beachten.

Können Blutdruckmessgeräte von mehreren Personen genutzt werden?

Ja, das ist möglich. Beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes sollte darauf geachtet werden, dass dieses genügend Speicherplätze für zwei Anwender bietet. Manche Modelle stellen zudem einen Gastmodus zur Verfügung.

Gibt es Blutdruckgeräte auf Rezept?

Regelmäßige Blutdruckmessungen sind wichtig, um Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen. Nur dann kann eine rechtzeitige Behandlung erfolgen und Nachfolgeerkrankungen vermieden werden. Wer bereits unter Bluthochdruck leidet, sollte täglich seinen Blutdruck zur Kontrolle messen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bei der Erstdiagnose von Hypertonie die Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes. Die Kosten werden dann übernommen, wenn das Gerät vom Arzt verschrieben wurde. Allerdings gibt es Höchstgrenzen, d.h. die gesetzlichen Kassen zahlen nur den vertraglich festgelegten Preis. Wer sich für ein teureres Gerät entscheidet, muss die entstehenden Mehrkosten selbst tragen.

Müssen Blutdruckmessgeräte regelmäßig geeicht werden?

Blutdruckmessgeräte sollten in regelmäßigen Abständen gewartet werden. Empfehlenswert ist eine Kontrolle alle zwei Jahre.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Außer schwangerschaftsunabhängigen Hypertonieformen können in der Schwangerschaft Gestosen auftreten. Dazu zählen die Gestationshypertonien und die Präeklampsien. Während erstere in der Regel im letzten Schwangerschaftsdrittel auftritt und nach der Entbindung wieder abklingt, verhält sich das bei Präeklampsien anders. Diese Spätgestose tritt nach der 20. Schwangerschaftswoche auf, wobei die betroffenen Frauen unter Ödemen (Flüssigkeitssammlungen im Gewebe), Proteinurie (vermehrte Ausscheidung von Eiweißen im Urin) sowie unter Hypertonie leiden. Auch zusätzliche Beschwerden wie Übelkeit und Schwindel können auftreten. Da eine starke Blutdruckerhöhung während der Schwangerschaft Risiken beinhaltet, muss der Blutdruck während der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert werden.

Sind Blutdruckmessgeräte in der Schwangerschaft geeignet?

Bei Schwangeren dürfen nur in der Schwangerschaft zulässige Geräte verwendet werden.

Bluthochdruck bei Kindern

Bei Kindern ist der Blutdruck niedriger als bei Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter bzw. mit zunehmendem Wachstum (Körpergröße) steigt er an. Auch Kinder können bereits unter Bluthochdruck leiden. Wie bei Erwachsenen spielt Übergewicht bzw. Adipositas eine große Rolle, wenn Kinder unter Bluthochdruck leiden. Deshalb werden bei einer primären Hypertonie in der Regel zunächst eine Ernährungsumstellung und mehr körperliche Aktivität empfohlen. Eine regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks zu Hause mit einem Blutdruckmessgerät ist ratsam.

Welche Blutdruckmessgeräte sind für Kinder und Jugendliche geeignet?

Nicht alle vollautomatischen Blutdruckgeräte eignen sich für die Messung bei Kindern/Jugendlichen. Der Kinderarzt kann empfehlenswerte Geräte nennen.

Ist eine Pulsmessung mit dem Blutdruckmessgerät möglich?

Blutdruckmessgeräte verfügen in der Regel über diese Funktion, mit der sich die Herzfrequenz einfach bestimmen lässt. Der Puls gibt Auskunft über die Frequenz und die Qualität des Herzschlags. Da Blutdruck und Pulsschlag in enger Beziehung miteinander stehen, lassen sich daraus Rückschlüsse auf das Herz-Kreislauf-System ziehen. Regelmäßiges Pulsmessen hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten. Durch die Pulsanzeige am Messgerät können unregelmäßige Pulse erkannt werden. Tritt während der Messung ein ungleicher Puls auf, erscheint ein Symbol im Display. Neben den Blutdruckwerten sollte auch die Pulsfrequenz dokumentiert und dem Arzt beim nächsten Besuch vorgelegt werden.

Was bedeutet die Anzeige „PP“ auf dem Display?

Neben dem Blutdruck ist der Pulsdruck – nicht zu verwechseln mit dem Puls messen – ein wichtiges Kriterium für die Gesundheit des Körpers. Der PP Wert (Abkürzung von englisch pulse pressure) wird als Pulsdruck oder Pulsamplitude bezeichnet und gibt Auskunft über die Elastizität der Blutgefäße. Er ist die Differenz zwischen dem systolischem und dem diastolischen Blutdruck. Wie beim Blutdruck ist auch hier die Maßeinheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Einige Hersteller bieten Blutdruckmessgeräte mit einem Pulsdruck-Indikator an. Ist der Pulsdruck erhöht, erscheint ein entsprechendes Symbol auf dem Display.

Was kostet ein Blutdruckmessgerät?

Blutdruckmessgeräte gibt es in verschiedenen Preisspannen, von unter 20 Euro bis über 100 Euro. Entscheidend beim Kauf ist aber nicht nur der Preis, sondern vor allem die Messgenauigkeit.

Wo kann man Blutdruckmessgeräte kaufen?

Blutdruckmessgeräte sind in der Apotheke, im Sanitätshandel, in Fachgeschäften und im Einzelhandel erhältlich. Auch im Internet, in Online-Shops, findet man ein großes Angebot. Wer noch nicht genau weiß, welches Gerät das richtige ist, kann sich in Apotheken und im Sanitätshandel beraten und sich verschiedene Modelle zeigen lassen.

Auf was sollte man bei einem Blutdruckmessgerät generell achten?

  • Geräte mit Prüfsiegel
  • Handgelenkgeräte sind zuverlässig, aber nur bei richtiger Handhaltung
  • Ungeübte bevorzugen häufig Oberarmgeräte
  • Manschette muss zum Oberarm- bzw. Handgelenkumfang passen
  • Ältere Menschen oder körperlich eingeschränkte Menschen kommen in der Regel mit einer Hartschalenmanschette besser zurecht als mit einer Bügelmanschette.

Gibt es Blutdruckmessgeräte für Blinde und Sehbehinderte?

Einige namhafte Hersteller bieten „sprechende“ Blutdruckmessgeräte an. Diese sind besonders einfach und unkompliziert in der Handhabung. Aufgrund der durchdachten Bedienelemente sind sie auch ohne fremde Hilfe bedienbar. Zusätzlich zur Darstellung auf dem Display werden die Messergebnisse auch akustisch ausgegeben. Die Lautstärke ist regulierbar und die Sprachfunktion kann auf Wunsch ausgeschaltet werden.

Letzte Aktualisierung am 22.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API